die ehemalige Schule

Ein Ortslexikon von 1845 erwähnt darüber folgendes: Bis 1799 konnte Uhsmannsdorf keine Schule unterhalten, es existierte nur eine Wechsel- oder Wanderschule, bis am 19.06.1799 ein Schulhaus erbaute. Dies war allerdings ein allzu kleines und übermäßig bescheidenes Häuschen, dass nach 30 Jahren ausgedient hatte und 1827 nach dem Bau eines besseren Schulhauses zum Gemeindehaus bestimmt wurde. Der Lehrer wurde bei der Separation (Histor. Bezeichnung für die Flurbereinigung nach Ablösung der Erbuntertänigkeit der Bauern) durch höheren Kornauswurf auf 13 ½ Scheffel (Naturalienentgelt) und durch Feststellung des Schulgeldes von einem Silbergroschen wöchentlich pro Kind verbessert. Eingeschult waren Uhsmannsdorf mit Dunkelhäuser und Ober Spreehammer Nieder Horka schied wegen erhöhten Getreideausschutts aus. Uhsmannsdorf hatte 1827= 48 Häuser mit 250 Einwohnern. Das 1827 erbaute zweite Schulhaus erfüllte seine Aufgabe bis 1901. 1901 wurde der vordere Teil des jetzigen Schulgebäude gebaut. Durch die Gründung der Glashütte 1890 und dem Zuzug von auswärtigen Glasbläsern erhöhte sich die Kinderzahl rapide.

Die Görlitzer Nachrichten vom 09.08.1907 schrieben: ,,da die Schule von Uhsmannsdorf gegenwärtig von 154 Schülern besucht wird, hat die königliche Regierung zu Liegnitz verfügt, dass ein zweiter Lehrer baldigst einzustellen ist. Da bei dem 1901 erfolgten Neubau ein zweites Klassenzimmer, sowie eine Wohnung für einen zweiten Lehrer nicht vorgesehen waren, macht sich ein Erweiterungsbau notwendig. Dem Lehrer Leuschner soll für seine Mehrarbeit eine Entschädigung gezahlt werden.’’ 1909 erfolgte darauf ein umfangreicher Anbau, an das vor 8 Jahren erbaute Schulgebäude. Mit der Besetzung der zweiten Lehrerstelle wurde am 06.09.1909 der Schulamtskandidat Nöthel aus Sohra, Kreis Görlitz beauftragt.

Am 07.04.1913 schreibt der Görlitzer Anzeiger: ,,Am 01.04.1913 traten in Uhsmannsdorf 23 Schüler in die Schule ein. Ostern wurden 12 Schüler konfirmiert (aus der Schule entlassen). Die Schule in Uhsmannsdorf zählt jetzt 173 Kinder, die von zwei Lehrer in drei Klassen unterrichtet werden.’’

Am 16.11. und 03.12.1914 schreibt der Görlitzer Anzeiger: ,,In Folge des Krieges hierselbst wird überhaupt keine Schule gehalten’’

Aufzeichnungen stammen aus der "Sammlung von Erwin Scholz"


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