image1 image1 image1

Zeitungsausschnitte von damals und heute

Die Zeitungsausschnitte stammen aus der Sächsischen Zeitung, dem Niederschlesischen Kurier und anderen Zeitungen der Region. Meistens jedoch stammen die Zeitungsartikel (Ausschnitte) aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Genehmigungen der Veröffentlichung einzelner Ausschnitte und Zeitungsartikel sind beantragt und in Einzelfällen bereits erteilt.

1770  Juli

Nachlese Oberlausitzischer Nachrichten,

sowohl aus neuern als ältern Zeiten. Des Julii zweytes Stück. 1770. Zittau, bey Benj. Gottlieb Kretschmar.    O/L Bibliothek, Sig.-Nr.L VI 33:

Uhsmannsdorf, unter Horka bey Spreehammer ohnweit Rothenburg. Allda brannte am 30.May früh gegen 2 Uhr der Kretschen, das herrschaftliche Vorwerk mit allen Wirthschaftsgebäuden und Ställen, nebst noch einem Bauershof und ein Häusgen ab. Es sind viele Menschen dabey beschädiget, doch niemand ums Leben gekommen; auch sind 15 Stück Rindvieh mit verbrannt. Da die Leute noch im Schlafe waren, so überraschte sie dieses Unglück, daß sie meistens nackend davon springen, und nichts retten können. Man weis auch zur Zeit noch nicht, wie und auf was Weise das Feuer entstanden ist.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1857 Mai

Görlitzer Anzeiger vom 10.Mai 1857

Die Borngrube bei Uhsmannsdorf (Kreis Rothenburg) ein Wetterprophet. Selbige befindet sich ca. 1000 Schritt westlich von gedachtem Orte und etwa 20 Fuß links von der Rothenburg – Nieskyer Straße, so daß sie halb auf der Gemeinde – Fiebig, halb aber in den nach Ober – Horka gehörigen Leopoldsteich, welcher nur als Wiese benutzt wird, trifft und gerade auf der Stelle ist, wo das ehemalige Fluthbette desselben gestanden haben mag, welches daraus zu schließen ist, das der Hauptgraben des Teiches gerade in die Grube fällt, der Borngraben unterhalb der Borngrube aber das Wasser aus ihr abführt. Ihre Entstehung ist unbekannt; ihr Vorhandensein fällt in die graue Vorzeit; es läßt sich aber vermuthen, daß bei einer großen Überschwemmung auf dieser Stelle ein Durchbruch beim Fluthbette erfolgt und diese tiefe Grube dadurch entstanden sei; auch lassen dies vorhandene Teichdämme außer Zweifel.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1873 Juli

Niederschlesische Zeitung vom 31.Juli 1873

 Niesky. Auf dem Bahnhofe Uhsmannsdorf besteht eine Wartekammer für Personen, welche in der ersten und zweiten Wagenklasse fahren, aus einem heizbaren Raume, in welchem sich ein kleines Sopha, sechs Stühle, und zwei Tische befinden. Zu diesem Raume gelangt man vom Halteplatz aus durch eine Türe, deren schadhafteste Stellen den Zutritt einer erfrischenden Luft gestatten und deren Schloß schon seit länger als Jahr und Tag den Dienst nicht mehr recht versehen will. Die zweite Türe führt zum Wartesalon dritter Klasse und eine dritte Türe vermittelt endlich den Ausgang nach dem Perron. Dagegen hat die Wartekammer zweiter Klasse nicht das Glück, ein Fenster zu besitzen, vielmehr wird die Zuführung des Tageslichtes in den Raum dadurch ermöglicht, dass in dem oberen Teile der Türe Glasscheiben angebracht sind. Nun hat in der Zeit zwischen Bettag und Himmelfahrt d.J. eine dieser Scheiben das große Unglück gehabt, ein großes Loch zu haben. Neulich bei einem heftigen Regengusse gewährte es einen eigenen Reiz, als der Regen einem diesem Loche ähnliche Form auf den Fußboden der Wartekammer zeichnete. Leider ist es bis jetzt anscheinend unmöglich gewesen, eine neue Fensterscheibe in die Türe zu setzen. Doch vertrauen wir der Fürsorge der Direction!

Persönliche Anmerkung von Klaus Scholz aus dem Jahre 2006        In den letzten 133 Jahren hat sich doch einiges verändert, oder?         Die Züge führen noch immer eine erste und zweite Wagenklasse, jedoch gibt es kein Sopha mehr und keinen heizbaren Raum. Es gibt nur etwa 4 harte Sitzschalen. Die heutige Wartekammer wurde neben dem altehrwürdigen Empfangsbebäude neu erbaut. Sie ist sehr lichtdurchlässig.  Verglichen mit dem Bericht von 1873 kann ein Türschloss seinen Dienst nicht versagen, da es eine Tür schon gar nicht gibt.  Über mehrere Jahre war (ist) eine der überlebensgroßen „Scheiben“ kaputt (sie fehlt), somit hatte es auch einen eigenen Reiz – man konnte in der Wartekammer das Wetter immer aktuell miterleben (Laub, Wasser, Schnee, Kälte und Hitze). Die fehlende „Scheibe“ und die fehlende Tür haben auch Vorteile, man hört den herannahenden Zug besser, der durch die fehlenden Lautsprecher nicht angesagt werden kann. Die fehlende „Scheibe“ hat noch andere Vorteile, sie kann nicht mit Graffiti beschmiert oder etwas eingeritzt werden.                                        Doch vertrauen wir der Fürsorge der Direction!

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1874 Februar

Bautzener Nachrichten vom  18.Februar 1874

Görlitz, 16 Februar.  Wer Veranlassung hat, nach Niesky zu reisen, hat damit auch Gelegenheit, eine seltene Merkwürdigkeit kennen zu lernen. nämlich einen der schlechtesten, oder man kann wohl kühnlich behaupten, den aller­schlechtesten Weg, der im ganzen deut­schen Reich von einem kaiserlichen Post­wagen befahren wird. In Uhsmannsdorf nämlich muß jeder, der dem Ziele Niesky zustrebt, wenn er nämlich nicht zu Fuß ge­hen kann oder will, den Postomnibus be­steigen und wird nun für 7 eingezahlte Silbergroschen etwa 5/4 Stunden lang aus einem Loch ins andere geschmissen, bis erendlich kurz vor Niesky auf besseren Weg gelangt und von seinen Leiden erlöst wird, wenn auch das häufige Zusammenpuffen mit dem Kopf oder den Knieen des Gegen­übersitzenden,. sowie die heftigen Erschütte­rungen sich noch längere Zeit fühlbar ma­chen.

Spricht nun ein Reisender seine Ver­wunderung darüber aus, daß so ein Weg in unserer Zeit überhaupt noch existieren darf, so wird er in Niesky belehrt, daß es sich nicht lohne, den Weg zu verbessern, weil derselbe nach Eröffnung der Kohlfurt-Falkenberger Bahn nicht mehr sehr in Ge­brauch sein werde. Hat er freilich schon Gegenden gesehen, wo auch die Verbin­dungswege zwischen Dörfern sich in vor­trefflichem Zustande befinden, so will es ihm nicht einleuchten, daß Niesky und Rothenburg ewig durch einen so miserab­len Weg verbunden sein sollen, aber es bleibt nun einmal dabei: an dem Weg wird nichts gründliches mehr getan!

Sonderbar ist es übrigens, daß das Fahr­geld für diese Strecke früher 5 Groschen be­tragen haben soll, dann 6 und jetzt 7. Es ist also gut, daß jene Bahn bald in Gang kommt, denn wenn endlich der Weg so schlecht geworden wäre, daß der Postomni­bus etwa wöchentlich einmal umwürfe, so würde man vielleicht 10 Groschen geben müssen, um das miterleben zu können."'

 

Persönliche Anmerkung von Klaus Scholz im Jahre 2006       Nach 132 Jahren gibt es den Weg noch immer. Erstaunlich ist, das er genau in dem beschriebenen Zustand erhalten wurde. Die Errungenschaft der Kohlfurt – Falkenberger Bahn ist verpufft. Personenbeförderung gibt es zwischen Horka und Niesky per Schiene nicht mehr. Der „Postomnibus“ heutiger Zeit fährt nicht mehr von Uhsmannsdorf sondern von Horka, vom neu gestalteten Bahnhofsvorplatz ab nach Niesky.       1867 und folgende Jahre hielten die Züge der Berlin – Görlitzer Eisenbahn (BGE) zwischen Rietschen und Görlitz nur in Uhsmannsdorf, es gab keine anderen Stationen. Bahnreisende dieser Strecke konnten die Städte Rothenburg und Niesky nur per Strasse erreichen. Die heutigen Züge halten zwar noch an anderen Stationen, aber an der beschriebenen Situation hat sich wenig geändert.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1881 Februar

Neuer Görlitzer Anzeiger vom Sa., den 26.Februar 1881

Rothenburg, 25. Februar. Am 22. wurde dem Grundstücksbesitzer Jesche in Uhsmannsdorf mittels Einschnitt ins Strohdach das am vorhergehenden Tage geschlachtete Schwein bis auf den Kopf, welchen die Diebe zurückgelassen hatten, entwendet.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1881 Mai

Neuer Görlitzer Anzeiger vom So., den 15.Mai 1881

Oeffentliche Versteigerung. Montag, den 16.Mai c., Nachm. 5 Uhr, werde ich in Uhsmannsdorf im Naumann' schen Gasthofe öffentlich meistbietend gegen sofortige Baarzahlung versteigern:

1 Stoßwagen (brauner Korb), 1 Flinten – Futteral (gut), 1 ausgestopftes Pferd und eine Partie Besen.    Görl., 13. Mai 1881  Schimpke, Gerichts – Vollzieher.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1890 Mai

Neuer Görlitzer Anzeiger vom 30.Mai 1890

Uhsmannsdorf, 26.Mai. Der Bau unserer neuen Glashütte schreitet rüstig vorwärts. Im Laufe dieser Woche wird gehoben werden. - Der Gastwirth Herr Exner hatte, um den Wünschen seiner Gäste gerecht zu werden, eine neue Kegelbahn erbaut, welche am ersten Feiertag unter starker Betheiligung eingeweiht wurde. - Die jungen Burschen unseres Dorfes hatten am Sonnabend Abend eine Maistange von 20 Meter Höhe errichtet, welche am zweiten Feiertage auf der neuen Kegelbahn ausgeschoben werden sollte. Dies konnte aber, weil es regnete, nicht zur Ausführung kommen und das Fest mußte deshalb auf 8 Tage verlegt werden.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1893 Maerz

Amtsblatt der Königl. Regierung zu Liegnitz, Nr. 9 / 1893

vom 4. März 1893

Die königliche Regierung hat dem Oberpfarrer Ulbrich in Rothenburg O/L die Ortsschulinspection über die Schulen in Rothenburg, Bielau, Noes, Spree, Tormersdorf und Uhsmannsdorf übertragen.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1898 Juni

Neuer Görlitzer Anz. vom Fr.,d. 24. Juni 1898

Personal - Nachrichten im Kr. Rothenburg O/L. Es wurden neu-bzw. wiedergewählt und bestätigt bzw. ernannt: ... für die Gemeinde Uhsmannsdorf der Schmiedemeister Karl Fitzmann daselbst zum Waisenrat.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1903 Mai

Görlitzer Nachrichten vom 14. Mai 1903

Uhsmannsdorf, 12. Mai. Der dem Dominium gehörige zahme Rehbock fiel am Sonntag drei ruhig des Weges kommende Knaben an und zerfleischte den einen, während die anderen sich durch eilige Flucht zu retten vermochten. Der Schwerverletzte wird längere Zeit an seiner Verwundung zubringen. Der Besitzer ließ den Bock sofort erschießen.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1903 Juli

Görlitzer Nachrichten vom 7. Juli 1903

Strafkammer – Sitzung vom 4. Juli

Als ein überaus roher Mensch kennzeichnete sich der Fleischermeister Paul Kartschoka in Uhsmannsdorf, indem er am 12. Februar nach voraufgegangener Hänseleien den mit ihm nicht auf gutem Fuße stehenden Schmiedemeister Fitzmann das linke Schienbein mit einem eisernen Fußabkratzer vollständig zerschmetterte und obendrein ihn noch mit einem Besenstiel bearbeitete. Vom Schöffengericht waren dem K. Sechs Monate Gef. zudiktiert worden. Um Strafermäßigung zu erzielen, hatte K. die Berufung angemeldet, die heute aber nach dem Ergebnis der Beweißaufnahme als unbegründet zurückgewiesen wurde. Das Gericht fand keine Veranlassung, dem Hauptbelastungszeugen den Glauben zu versagen. Die gefährliche Körperverletzung hätte beinahe aus dem schweren § 224 gesühnt werden müssen.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1911 Februar

Neuer Görlitzer Anz. vom So.,d. 5. Februar  1911

Uhsmannsdorf bei Horka, 3. Februar. Tragisches Geschick. Der vor einigen Jahren von Rothwasser nach hier verzogene Handelsmann Kahlmann feierte vor einigen Tagen seine Hochzeit. Bei dem Hochzeitsmahl verschluckte er einen kleinen Knochen. Kahlmann sollte dieserhalb in der Boeter'schen Klinik in Görlitz operiert werden. Ehe jedoch diese Operation ausgeführt werden konnte, verstarb er an innerer Verblutung

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1914 November

Neuer Görlitzer Anz. Vom 17. November 1914

Uhsmannsdorf bei Rothenburg, 16. Nov. Kein Schulunterricht. Eine Folge des Krieges ist die, daß hierselbst augenblicklich überhaupt keine Schule gehalten wird. Der zweite Lehrer kam bald nach Beginn des Krieges weg und der erste Lehrer, Herr Leuschner, ist auch seit einigen Tagen fort, um seiner militärischen Pflicht zu genügen. Hoffentlich wird an der hiesigen Schule bald Wandel geschaffen.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1915 April

Neuer Görlitzer Anzeiger vom Mi. den 21. April 1915

Horka O/L, 19. April 1915. Eisenbahnunfall. Gestern nacht 11 Uhr geriet ein Einwohner aus Uhsmannsdorf auf dem Bahnhof Horka O/L zwischen die Räder des nach Kottbus gehenden Personenzuges, durch die leidige Unsitte, den in Fahrt befindlichen Zug zu besteigen. Ehe es jemand verhindern konnte, war das Unglück geschehen. Es wurde ihm ein Bein bis zum Oberschenkel abgefahren und der Körper wurde zirka 20 Meter weit geschleift. Der Tod war sofort eingetreten. Eine Schuld trifft niemanden. Der bedauerliche Unfall mag wieder einmal zur Warnung für andere dienen.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1916 Mai

Neuer Görlitzer Anzeiger vom Do. den 25. Mai 1916

Uhsmannsdorf O/L, 24. Mai

Ein Liebhaber für Eier. Der Gastwirtsfrau Trinks von hier fiel es auf, daß ihre 8 Hühner schon seit vielen Wochen so wenig Eier legten. Nun wollte es der Zufall, daß man einen Schulknaben des Eierdiebstahls überführen konnte. Er gestand ein, daß er bereits seit Monat März fast täglich aus dem Gehöft der Frau Trinks Eier entwendet hatte

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1917 Februar

Neuer Görlitzer Anzeiger vom Mi. den 7. Februar 1917

Uhsmannsdorf  (Kr. Rothenburg O/L), 6. Februar. An den Folgen eines Unfalls gestorben ist der Bäckermeister Ewald Scorn. Er erlitt vor mehreren Wochen einen Unfall mit dem Rade, wobei er sich eine Gehirnerschütterung zuzog, der er jetzt erlegen ist.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1928 Dezember

Neuer Görlitzer Anzeiger vom Sa.,den 8.Dezember 1928

Uhsmannsdorf, 7. Dezember. - Am 4.Dezember beging Frau verw. Schmiedemeister A. Fitzmann ihren 78. Geburtstag. Sie ist mit dem Alter entsprechend geistig und körperlich noch sehr rüstig.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1931 September

Neuer Görlitzer Anzeiger vom Fr.,den 25.September 1931

Uhsmannsdorf, 22. September. Herbst- und Königsschießen des Militärvereins. Bester Schütze und Vereinsschützenkönig wurde der frühere Glasmachermeister R. Ottlinger mit 32 Ringen; die Marschallwürde mit 31 Ringen errang Schmiedemeister R. Fitzmann. Bei Exner fand abends noch ein fröhlicher Ball statt.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1932 Februar

Neuer Görlitzer Anzeiger vom Fr.,den 19.Februar 1932

Uhsmannsdorf, 17. Februar. Gründung eines Vereins Evangelischer Frauenhilfe. Unter rührigen Bemühungen des Pastors Dirksen (Rothenburg) ist es hierselbst gelungen, auch in unserem Orte einen Verein der Evangelischen Frauenhilfe zu gründen. Es wurden in den Vorstand gewählt: Frau D. Wentscher als Vorsitzende, Frau Lehrer Leuschner als Schriftführerin, Frau Kasper als Kassiererin. Beschlossen wurde im Winterhalbjahr alle Monate zwei Versammlungen, im Sommerhalbjahr monatl. Eine Versammlung abzuhalten.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1932 April

Neuer Görlitzer Anzeiger vom Sa.,den 30.April 1932

Uhsmannsdorf, 29. April. Aufgebote. Landwirt Paul Frenzel (Horka) mit Landarbeiterin Ida Hedwig Richter (Uhsmannsdorf). Schlosser Johannes Max Hänsel (Niesky) mit Elfriede Emma Gocht (Uhsmannsdorf). Reinhard Erich Gruner (Uhsmannsdorf) mit Helene Schmidt (Uhsmannsdorf).

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1934 August

Neuer Görlitzer Anzeiger vom Mi.,den 1.August 1934

Uhsmannsdorf, 1.August. Beim Königsschießen des Militärvereins wurde Artur Möbus bester Schütze. Kamerad Robert Hande errang die Marschallswürde.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1934 August

Neuer Görlitzer Anzeiger vom Mo.,den 20.August 1934

Uhsmannsdorf, 20. August. Bautätigkeit. Der Tischler Erich Karbe hat ein neues Wohnhaus erbaut.

Infolge Herzschlages verstarb die im 75. Lebensjahre stehende Witfrau Susanne Gaschler. Den Angehörigen wird allseitige Teilnahme entgegengebracht.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1935 Maerz

Neuer Görlitzer Anzeiger vom Di.,den 26.März 1935

Uhsmannsdorf, 26. März. Hohes Alter. Die Ehefrau des früheren Schrankenwärters Hande, Frau Marie Hande kann in geistiger und körperlicher Frische heute ihren 86. Geburtstag begehen.

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

2004 Juli

Wochenkurier vom 28.07.2004

Woher kommt der Name 'Lausitz'?

 

Die Geschichtsforscher sind sich darüber einig, dass der Name Lausitz nicht in der Ober-, sondern in der Niederlausitz entstanden ist,

Zittau. Wie der Name Spree, in dem das Wort „sich spreizen (des Flusslaufes)" steckt, hat auch das Wort Lausitz seine Wurzeln in vorgeschichtlicher Zeit. Es ist mit dem ober­sorbischen luze (Pfütze), dem tschechischen louze und dem polnischen kaluza, aber auch mit dem germani­schen louga und den deut­schen Wörtern Lache und Lauge verwandt. Die glei­che Wurzel haben auch un­sere Oberlausitzer Mundartwörter Luhsche (Pfütze, Lache) und Lujtte, Lulle, Lurke, Lurre und Lutsche für eine Flüssigkeit.

Welche germanischen Stämme in der Zeit der Völker­wanderung in unserer Hei­mat wohnten, ist umstritten. Der römische Geschichts­schreiber Tacitus nennt in seiner Germania die Semnonen als die Ältesten und Edelsten unter den Sueben (Vorfahren der Schwaben), die um das Jahr 100 u. Z. im Gebiet der Spree gesiedelt haben sollen. Auch deut­sche Heldensagen berich­ten davon. Karl Haupt be­richtet in seinem Sagen­buch der Lausitz von 1863 unter dem Abschnitt Völ­ker- und Heldensagen von den Luten oder Lusen, die vor den Slawen die Lausitz (Niederlausitz)   besiedelt haben sollen. Gleichgültig welchem Stamm oder Stammesverband die Germanen angehörten, sie übernah­men die Orts-, Flur-, Berg-, und Flussnamen von der zurückgebliebenen  illyri­schen Restbevölkerung, so auch sicherlich die Bezeich­nung für Lausitz, denn auch im Germanischen wurde trübes Wasser louga ge­nannt. Im Altnorwegischen, einer germanischen Spra­che, hieß Sumpf lok. Als die letzten größeren germani­schen Stammesverbände im 6. Jahrhundert n. Chr. nach Süden und Westen abzogen, folgten ihnen aus dem Osten slawische Stämme. Auch sie übernahmen die Orts- und Flurnamen von den    zurückgebliebenen Germanen. So. nannten sich die Slawen, die in der Niederlausitz Ackerbau,

 Vieh­zucht und Fischfang betrie­ben Lusitzer und die im Oberlausitzer Gefilde um Bautzen Milzener. Von den Germanen und späteren Deutschen wurden sie als Wenden oder Wünden be­zeichnet. Der Familienna­me Wünsche bedeutet der Wendische.

Der Milzener wurde zum ersten Mal im Jahre 932, durch deutsche Ritterheere unterworfen und tribut­pflichtig gemacht. Die deut­schen Bauern aus Thüringen, Hessen und Franken, die im 12. und 13. Jahrhun­dert die beiden Lausitzen besiedelten,    entlehnten wiederum die Orts- und Flurnamen dem Sorbi­schen. So wurde aus dem niedersorbischen Lußyca und dem obersorbischen Luilica das deutsche Wort Lausitz. Unterstützt durch die Bibelübersetzung von Luther, wandelte sich im Deutschen das mittelhoch­deutsche boum zu neuhoch­deutschen Baum, louge zu Lauge, loufen zu laufen, Budissin zu Bautzen und Lusitza zu Lausitz um.

Erst im 15. Jahrhundert hat sich diese Bezeichnung für unsere Heimat nach Süden hin bis an die heutige säch­sisch-böhmische   Grenze und drüber hinaus (Lausit­zer Gebirge) ausgebreitet. Vorher nannte man die Oberlausitz „Mark Budissin", „Land der Sechsstädte" oder „Oberland". 1474 wurde in der Kanzlei des Ungarkönigs    Corvinius erstmals das Sechsstädte­land als Lusatia superior und Oberlausitz bezeich­net.   Die   Bezeichnung Sumpfland sollte vermie­den werden, da sie nicht das gesamte Gebiet charakteri­siert.  Am   treffendsten scheint letztlich „Land der seichten Gewässer und nas­sen Wiesen".

Hans Klecker

Artikel aus der "Sammlung von Erwin Scholz". Die Schreibweise des Artikels wurde bewußt so belassen.

1388
Ersterwähnung als Osansdorf ( Osan = Vorname)

1408
Ossinsdorf

1413
kommen in Görlitzer Stadtbüchern Thymo und Nicol von Rothenburg als Besitzer von Osinsdorff vor 
1416
Osinsdorf

1562
Usesdorf.

1759
Ersterwähnung von Spreehammer

1813
betrugen die Kriegslasten 1425 Taler

1818
wurde ein Herrenhaus erbaut und zum Gute gehörte eine Brennerei.

1837 / 1843
ca. 250 Einwohner

1869
Ein alter Fahrplan (vom coursbuch)

1881
Ein altes Nachrichtenblatt

1890
Anlage einer Tafelglashütte, Fabrikbesitzer war Otto Künzel

1901
Schulbau und Gleisanschluss zum Glaswerk

1911
Baubeginn der Villa

1912
Stromlieferungsvertrag 

2019  Uhsmannsdorf   globbers joomla templates modified by Scholzworld