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Strassen   (ältere Berichte)

 In älteren Berichten (P.W. Jakubaschk Neuer Görlitzer Anzeiger 28.10.1928) wird erwähnt, dass Uhsmannsdorf an einer alten Heerstrasse gelegen hätte und das der Ort in Kriegszeiten sehr darunter zu leiden hatte.

Der „Dreißigjährige Krieg“ (1618 – 1648) hätte viele Wirtschaften vom Erdboden vertilgt, die in späterer Zeit nicht wieder aufgebaut wurden, viele davon wurden später in Gärtner und Häuslerstellen umgewandelt.

Besonders übel spielte der „Siebenjährige Krieg“ (1756 – 1763) dem Ort mit, wobei das Dorf gebrandschatzt und ausgeplündert und besonders die vorhandenen Bauerngüter in Mitleidenschaft gezogen wurden. Wobei drei von ehemals sechs Bauern von der Herrschaft eingezogen wurden, weil ihre Besitzer einfach nicht mehr im Stande waren die Abgaben zu entrichten. In den Befreiungskriegen brachte das Jahr 1813 der Gemeinde eine Last von 1425 Talern nicht gerechnet die vielen Sachlieferungen.

Leider fehlen dazu genaue Angaben über den Verlauf dieser sogenannten Heerstraße. Vermutlich handelte es sich hier um jenen südlichen Strang der alten Salzstrasse, die von Halle kommend, über Leipzig, Wurzen, Strehla, Ortrand, Bernsdorf, Wittichenau, Uhyst, Klitten, Kreba, Kosel, Trebus über Rothenburg nach Schlesien führte.

Auf dieser Strasse sollen z.B. noch 1845 von Schlesien her über Sagan wöchentlich viele hundert Schweine durch Kosel usw. auf die Märkte nach Sachsen getrieben worden sein (laut Ortschronik Uhyst 19??).

Auch im Postlexikon von Sachsen von Schumann 1817 –30 wird von Rothenburg ein östlicher Salzweg angegeben, der von Halle kommend über Strehla, Ortrand, Wittichenau, Uhyst führte.

Des weiteren blieb die Bezeichnung „alte Görlitzerstrasse“ erhalten.

Ein Wald- und Feldweg, der von Spree kommend, längs der alten Pappelallee, östlich von Uhsmannsdorf die Rothenburgerstrasse kreuzend, weiter an Geheege, Nieder Neundorf, Kahle Meile vorüber, westlich von Deschka, Zodel, Ludwigsdorf nach Görlitz. Ein Weg der sämtliche Dörfer unberührt ließ.

Dieser Weg ist auf alten Karten noch zu verfolgen, heute jedoch durch die Großflächenbewirtschaftung teilweise überackert.

 Aufzeichnungen aus der „Sammlung von Erwin Scholz“, abgeschrieben durch Klaus Scholz im Dezember 2006.

 

Kirchfußsteg von Spreehammer nach Rothenburg

  

Bereits auf der Karte von 1730 / 1752 nachweisbar und auf der Karte von (1889) deutlich eingezeichnet. Er führte von der Mühle in Spreehammer längs des Neugraben, überquerte bei (ehem. Fobe , jetzt Frömmelt) den sogenannten Mühlweg von Uhsmannsdorf nach Spreehammer bzw. ehemals nach Spree, überquerte hier auch (ehem. mit BW gekennzeichnet) die Bahnstrecke. Der eigentliche Übergang mit Bahnwärterhaus wurde bereits vor 1945 verlegt, die Schranken und der Weg jedoch erst 1960 beseitigt.

Der Kirchfußsteg führte am Rande eines kleinen Wäldchens in die Aue. Am Schulgarten (hier also unweit des Mühlenstandortes) über den Weißen Schöps, am Gehöft Hande Martin / Karbe Erich über die Straße Uhsmannsdorf – Spree, hier auch über den Graben (auf der Karte 1889 als der eigentliche Schöps), vorbei bei Exner Herbert + Neumann / Horschig auf die Uhsmannsdorf – Rothenburger Straße. 

Aufzeichnungen aus der „Sammlung von Erwin Scholz“, abgeschrieben durch Klaus Scholz im Dezember 2006.

 

Ortsumgehung

 Umverlegung der Landstrasse  IO 121 Niesky – Rothenburg 

Die Landstrasse zwischen Rothenburg und Niesky verläuft gegenwärtig durch die Ortschaften Horka und Geheege.

Diese Landstrasse ist insbesondere durch drei Bahnübergänge nicht in der Lage, den Verkehr zwischen den beiden Städten des Kreises aufzunehmen.

Aus diesem Grunde erteilte das Strassenverkehrsamt Bautzen an die Unternehmensgruppe „Dresdener Ingenieur Consult GmbH den Auftrag, eine Umverlegung über unsere Gemeinde, mit Umgehung der Ortslage, planerisch zu erarbeiten. Die neue IO 121 soll eine Anbindung an die Stadt  Rothenburg im Bereich des Bahnhofs Rothenburg erhalten. Am westlichen Ende soll die Einbindung nicht in den Stadtkern der Kreisstadt, sondern nördlich auf die B 115 erfolgen. Der Trassenverlauf zwischen Uhsmannsdorf und der B 115 entspricht im wesentlichen des jetzigen Waldweges. Die Gemeinde Uhsmannsdorf soll 4 Anbindepunkte an die neue Strasse erhalten. Die Bahnstrecke Görlitz – Cottbus soll kreuzungsfrei überquert werden.

 Aufzeichnungen vom März 1992

Aufzeichnungen aus der „Sammlung von Erwin Scholz“, abgeschrieben durch Klaus Scholz im Dezember 2006.

 Nachfolgend die Karten passend zu den vorangegangenen Texten. Die Kartenausschnitte dienen nur der Veranschaulichung und sind aus der "Sammlung von Erwin Scholz".

Ein Ortslexikon von 1845 erwähnt darüber folgendes: Bis 1799 konnte Uhsmannsdorf keine Schule unterhalten, es existierte nur eine Wechsel- oder Wanderschule, bis am 19.06.1799 ein Schulhaus erbaute. Dies war allerdings ein allzu kleines und übermäßig bescheidenes Häuschen, dass nach 30 Jahren ausgedient hatte und 1827 nach dem Bau eines besseren Schulhauses zum Gemeindehaus bestimmt wurde. Der Lehrer wurde bei der Separation (Histor. Bezeichnung für die Flurbereinigung nach Ablösung der Erbuntertänigkeit der Bauern) durch höheren Kornauswurf auf 13 ½ Scheffel (Naturalienentgelt) und durch Feststellung des Schulgeldes von einem Silbergroschen wöchentlich pro Kind verbessert. Eingeschult waren Uhsmannsdorf mit Dunkelhäuser und Ober Spreehammer Nieder Horka schied wegen erhöhten Getreideausschutts aus. Uhsmannsdorf hatte 1827= 48 Häuser mit 250 Einwohnern. Das 1827 erbaute zweite Schulhaus erfüllte seine Aufgabe bis 1901. 1901 wurde der vordere Teil des jetzigen Schulgebäude gebaut. Durch die Gründung der Glashütte 1890 und dem Zuzug von auswärtigen Glasbläsern erhöhte sich die Kinderzahl rapide.

Die Görlitzer Nachrichten vom 09.08.1907 schrieben: ,,da die Schule von Uhsmannsdorf gegenwärtig von 154 Schülern besucht wird, hat die königliche Regierung zu Liegnitz verfügt, dass ein zweiter Lehrer baldigst einzustellen ist. Da bei dem 1901 erfolgten Neubau ein zweites Klassenzimmer, sowie eine Wohnung für einen zweiten Lehrer nicht vorgesehen waren, macht sich ein Erweiterungsbau notwendig. Dem Lehrer Leuschner soll für seine Mehrarbeit eine Entschädigung gezahlt werden.’’ 1909 erfolgte darauf ein umfangreicher Anbau, an das vor 8 Jahren erbaute Schulgebäude. Mit der Besetzung der zweiten Lehrerstelle wurde am 06.09.1909 der Schulamtskandidat Nöthel aus Sohra, Kreis Görlitz beauftragt.

Am 07.04.1913 schreibt der Görlitzer Anzeiger: ,,Am 01.04.1913 traten in Uhsmannsdorf 23 Schüler in die Schule ein. Ostern wurden 12 Schüler konfirmiert (aus der Schule entlassen). Die Schule in Uhsmannsdorf zählt jetzt 173 Kinder, die von zwei Lehrer in drei Klassen unterrichtet werden.’’

Am 16.11. und 03.12.1914 schreibt der Görlitzer Anzeiger: ,,In Folge des Krieges hierselbst wird überhaupt keine Schule gehalten’’

Aufzeichnungen stammen aus der "Sammlung von Erwin Scholz"

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